wanderung01

°wanderung | Pavillon

Die Großform des Experimentalbaus °wanderung besteht aus einem Möbiuskörper. Als topologisches Objekt fasziniert das Möbiusband durch seine scheinbar unendliche, in sich selbst zurücklaufende Form. Es bildet als „nutzungsneutrale Metaform“ den Ausgangspunkt für die Erzeugung eines überraschenden Raumerlebnisses ohne Oben und Unten. Dach, Wand und Boden werden als architektur-konstituierende Elemente aufgehoben, lassen der Bewegung durch den Pavillon folgend ein ineinander gleitendes Raumkontinuum entstehen, in dem Innen und Aussen verschmelzen.

Der Pavillon ist dreischichtig aufgebaut. Die konstruktive Schicht bezieht ihre Logik aus dem Voronoi-Algorithmus, der eine Fläche in individuelle, wabenartige Zellen segmentiert. Selbsttragend übernimmt sie alle statischen Funktionen und folgt Leichtbauprinzipien. Die einzelnen Zellen werden durch Rahmenkonstruktionen gefasst und mit Hilfe computergestützter Verfahren individuell produziert. Die Lichtfugen zwischen jeder Zelle verleihen dem gesamten Bauwerk eine immaterielle Leichtigkeit.

Diese zweite Schicht erzeugt über Materialkontraste und Schlitzungen ein visuell spannendes Oberflächenspiel. In Verbindung mit der dritten Schicht, einer global umspannenden, transluzenten Wetterhaut, entsteht der Eindruck einer vitalen, körperlich atmenden Raumskulptur. Durch Einsatz pneumatischer Systeme wird der Abstand zwischen der Wetterhaut und den Zellen dynamisch verändert und läßt mannigfaltige Lichtspiele entstehen: tagsüber durch Sonneneinstrahlung, bei Dunkelheit durch effektvolle Beleuchtung von Innen nach Außen. Die Aktivität der Außenhaut wird dabei durch die Besucherbewegungen ausgelöst. Teile des Pavillons changieren so in gleichsam atmenden Bewegungen zwischen konturierten und diffusen Formzuständen.

The overall form of the experimental building „Wanderung“ consists of a Moebius strip – as a topological object. It boasts a fascinating, seemingly endless shape as it features only one surface and one outer limit that loops recurrent. With its strong formal charm this volume was understood as a space-pedagogic, neutral of utilisation meta-form and was transposed in the draught of a great form. The destination is to generate a new space image with this pavilion; an experimental field in which there is no clear On top nor Below. The classical architecture elements roof, wall and ground are compesated and merge throughout the Pavillion simulating a movement and let arise such a space continuum.

The materials used are divided into three layers. The first level consists of a honeycomb-like Voronoi algorithm which handles all load-bearing functions. A jagged star-shaped, flexible material is inserted into the Voronoi cells, the pavilion is then covered with a translucent, pneumatically driven membrane which responds by motion to the visitors inside. Astounding light plays are created by the natural daylight inside, aided by lighting effects on the outside.

Annalena Kluge

test test test

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.